Philipp Ruess

Tanz, Theater & Trinitatis – ein kreativer Online-Gottesdienst der Ev. Jugend Eder

Seit der Verschärfung der Einschränkungen im öffentlichen Leben gibt es auf Ebene der Landeskirche in Kurhessen-Waldeck einen sonntäglichen Video-Gottesdienst.

Der EKKW-Video-Gottesdienst zum 4. Sonntag nach Trinitatis (5. Juli 2020) kommt aus dem Evangelischen Kirchenkreis Eder. Frau Dekanin Hegmann hatte die Idee, dass der Gottesdienst aus unserem Kirchenkreis von der Ev. Jugend gestaltet wird.

Der Gottesdienst aus der St. Nikolauskirche und einer großen Lagerhalle in Sachsenhausen (Waldeck) wurde gemeinsam von 18 Jugendlichen, 6 Hauptamtlichen (Johanna Mienert, Johanna Böttner, Jennifer Heise, Marieke Golde-Bohrmann, Sandra Möller und Jonas Skroblin) und Kreisjugendpfarrerin Kerstin Palisaar vorbereitet. In der Durchführung waren dann aber keine Hauptamtlichen mehr nötig, da von der Begrüßung bis zum Segen alles die Jugendlichen übernommen haben. Mit viel Freude und großer Motivation haben sie einen kreativen Gottesdienst unter dem Motto „Tanz, Theater und Trinitatis“ zu dem Bibelvers Römer 12,21 (Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem) gestaltet.

Der Gottesdienst dreht sich um den Gedanken, dass in jedem von uns gute und auch schlechte Seiten stecken, aber wir die Möglichkeit haben, das Gute in uns zu fördern und damit das Böse zu überwinden. Was uns dabei hilft ist, „gesehen zu werden“: In der Predigt erzählt Jacqueline Göbel dazu die biblische Geschichte von Hagar und Sarah. Auch heute noch kann man gut nachfühlen wie Sarah, die eigentlich eine tolle Frau ist, durch Schmerz, Verletzung und Eifersucht ihre Magd Hagar demütigt und schlecht mit ihr umgeht, so dass diese schließlich in die Wüste flieht.

In Sarah/ in Hagar/ in uns steckt der tiefe Wunsch, gesehen zu werden und geliebt zu werden. Gott sieht uns und liebt uns – auch in den dunklen Momenten des Lebens und das kann uns zum Guten helfen.

Mitgestaltet wird der Gottesdienst von der Tanzgruppe NAMID der Ev. Jugend, unterstützt von der Parkourgruppe Flying Monkeys. Sie greifen das Thema des Bösen in uns in Tanz und Theater mit dem Lied „Run Boy Run“ von der Band Woodkid auf. Die Tanz und Theaterszenen wurden in der Lagerhalle gefilmt, die freundlicherweise von Michael Valentin zur Verfügung gestellt wurde und viel Platz bot, um sich mit dem derzeit gebotenem Abstand zu bewegen. Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst durch Kooshan Baheri am E-Piano, der die Sängerin Friederike Spratte begleitet und dem 14-jährigen Hendrik Weingärtner an der Orgel. Die Aufzeichnung und den Schnitt hat David Heise übernommen.

Zu sehen ist der Online-Gottesdienst, der direkt in ihr Wohnzimmer gesendet wird, bei Youtube – ab Sonntag, dem 5. Juli 2020 um 9.00 Uhr. Über die sozialen Netzwerke werden die JugendreferentInnen und Ehrenamtlichen den Link verbreiten.

Corona-Pandemie – Nutzung von kirchlichen Räumen durch Dritte

Unter den geltenden Bestimmungen zu Kontaktbeschränkungen und Hygienevorkehrungen
aufgrund der Corona-Pandemie ist es möglich, kirchliche Räume Dritten zur Nutzung zu
überlassen. Rechtlich handelt es sich um Mietverträge bzw. unentgeltliche Überlassungen.
Dafür geben wir folgende Hinweise:

  1. Verantwortlich für die Einhaltung aller bestehenden Regeln auf Grund der jeweils
    geltenden staatlichen Verordnungen, insbesondere zu Hygienemaßnahmen und
    Abstand, ist der Mieter. Als Veranstalter hat der Mieter zu prüfen, welche
    Veranstaltungen rechtlich durchgeführt werden können und welche Maßnahmen dazu
    erforderlich sind.
  2. Die kirchliche Körperschaft ist als Vermieterin lediglich verpflichtet, die Einhaltung der
    Maßnahmen zu ermöglichen. Das beinhaltet insbesondere alle notwendigen
    Informationen, etwa die über Raumgröße und mögliche Anzahl der Nutzer, und den
    Zugang zu erforderlichen Räumen, vor allem zu fließendem Wasser. Eine
    Kontrollpflicht über die Einhaltung der Maßnahmen besteht nicht. Eine Verpflichtung
    zur Übernahme weiterer Pflichten durch den Vermieter sollte nicht eingegangen
    werden.
  3. Unabhängig davon wird empfohlen, bestehende Pläne zu Hygiene- und
    Abstandsmaßnahmen zur Grundlage der Vermietung zu machen. Das kann durch
    einen Zusatz zum Mietvertrag oder durch eine gesonderte Vereinbarung erfolgen. Im
    Ergebnis sollte für die Nutzung durch Dritte nichts anderes gelten, als für eigene
    Veranstaltungen.
  4. Werden kirchliche Räume an Dritte überlassen, sind die bestehenden Pläne zu
    Hygienemaßnahmen dahingehend zu überprüfen, ob durch die zusätzliche Nutzung
    weitere Maßnahmen, beispielsweise eine zusätzliche Desinfektion, notwendig werden
    und durch wen diese Maßnahmen erfolgen. Entstehen dadurch zusätzliche Kosten,
    sollte das im Rahmen der Mietverträge berücksichtigt werden.
  5. Da kirchliche Körperschaften in der Außenwahrnehmung unabhängig von der
    Rechtslage für alle Veranstaltungen in ihren Räumen verantwortlich gemacht werden,
    sollte derzeit eine besonders gründliche Prüfung erfolgen, welche Veranstaltungen in
    welchem Umfang stattfinden und wie die vereinbarten Maßnahmen eingehalten
    werden können.

FAQ: Abweichende Hygienekonzepte – wer entscheidet?

Manchmal kommt es zu der Situation, dass das Hygienekonzept der Ev. Jugend, die eine Veranstaltung (z.B. Kinderferienspiele) durchführt abweicht von dem Hygienekonzept der Gemeinde, in deren Gemeindehaus die Veranstaltung stattfinden soll. In dieser Situation stellt sich dann die Frage, welches Hygienekonzept gelten soll.

Antwort: Beides ist möglich und sollte an Hand der jeweiligen Veranstaltung abgewogen werden. Grundsätzlich gilt in rechtlicher Hinsicht aber: Der Eigentümer (die Kirchengemeinde) entscheidet, unter welchen Bedingungen er das Gemeindehaus zur Verfügung stellt. Wenn das eigene Hygienekonzept die Bedingung ist, dann gilt das. Es kann aber gute Gründe dafür geben, eine Veranstaltung der Ev. Jugend unter deren Hygienekonzept zuzulassen. Zum einen trägt die Ev. Jugend als Veranstalterin die Verantwortung für die Veranstaltung, nicht der Eigentümer als Überlassender. Weiterhin kann es gute Gründe dafür geben, zu bestimmten Veranstaltungen bestimmte, ggf. abweichende Konzepte zu verwenden. Für den Bereich der Kinder- und Jugendarbeit gibt es dafür Empfehlungen. Wenn das Konzept denen folgt, spricht nichts dagegen die Veranstaltung unter dem Hygienekonzept der Ev. Jugend zuzulassen. Letztlich sollte hier eine Einheitlichkeit bei Veranstaltungen der Kinder- und Jugendarbeit im Kirchenkreis gewährleistet sein, so dass der Wunsch nachvollziehbar ist, soweit nicht räumliche Aspekte dagegen sprechen. Wir empfehlen daher abweichende Regelungen in einem Gespräch zu klären. Eine Entscheidung des Kirchenvorstandes sollte auch eine übergeordnete Verantwortung für die Arbeit im Kirchenkreis berücksichtigen.

HJR – Online-Infoveranstaltung „Corona – Freizeiten, Zeltlager und Ferienspiele“ am 24. Juni 2020

Durch die Corona-Pandemie haben sich die rechtlichen Bedingungen für die Jugendarbeit massiv verändert. Auch wenn derzeit viele Lockerungen in Kraft treten, müssen weiterhin die Konzepte von Angeboten verändert und mit Infektionsschutz ergänzt werden. Gerade für Freizeiten, Zeltlager und Ferienspiele ergeben sich daraus viele Probleme, aber auch offene Fragen. In der Online-Infoveranstaltung will der Hessische Jugendring Aktive aus den Jugendverbänden darin unterstützen, diese Probleme und offenen Fragen zu bearbeiten. Wir werden die geltenden Regeln für Freizeiten, Zeltlager und Ferienspiele vorstellen und erklären. Außerdem soll Raum sein, Fragen der Teilnehmenden zu diesen Themen zu bearbeiten.

Die Online-Infoveranstaltung „Corona – Freizeiten, Zeltlager und Ferienspiele“ findet am 24. Juni 2020, von 15:00-17:00 Uhr als GotoMeeting-Videokonferenz statt.

Anmeldungen sind online bis zum 23. Juni 2020 möglich: https://www.hessischer-jugendring.de/veranstaltungen/anmeldeformular/af-online-infoveranstaltung-24062020

Zur digitalen Teilnahme: der HJR arbeitet mit GoToMeeting, einem Programm, das entweder installiert werden muss, oder über einen Chrome-Browser per Web-App funktioniert. Die Anwendung funktioniert laut GoToMeeting-Website auch bei Linux. Optimal ist ein Laptop mit Lautsprecher, Mikro und Kamera, letztere ist aber optional. Alternativ ist eine Teilnahme auch per Telefon möglich. Die Veranstaltung wird nicht aufgezeichnet.

Ergebnisse der Fachgruppe „Arbeit mit Kindern“

Der Sommer 2020 liegt direkt vor uns. Wir wollen ein Angebot für Kinder und Jugendliche ermöglichen. Trotz oder gerade wegen Corona.

Damit Ferienspiele ein Gewinn für die Kinder werden, muss das Team der Mitarbeitenden in die Planungen mit hineingenommen werden. Sind alle gut vorbereitet und wissen, wie die Ferienspiele in diesem Jahr aussehen, dann können sie sich leichter auf die Kinder konzentrieren.

Wir, als Hauptamtliche tragen dabei die Verantwortung für das Gelingen und den reibungslosen Ablauf. Die hier vorliegende Sammlung mag Euch als Leitlinie dienen. Sie ist sicherlich nicht komplett. Sie entspricht dem aktuellen Stand der Abstands- und Hygieneregeln von Mitte Juni 2020, die hier nicht noch einmal benannt sind.

Empfehlungen für KiGos

Zum Kindergottesdienst/zur Kinderkirche treffen sich Kinder und Mitarbeitende nicht täglich wie es in der KiTa oder Schule der Fall ist, sondern in mehr oder weniger langen Zeitabständen. Auch kommt nicht immer derselbe Personenkreis zusammen. Diese Faktoren erschweren das gemeinsame Einüben der erforderlichen Abstands- und Hygieneregeln. Besonders für jüngere Kinder, die noch nicht die Möglichkeit hatten, diese in der KiTa zu erlernen, stellen die zu befolgenden Regeln eine große Herausforderung dar. Ein ganzheitliches, aktives Teilnehmen an der gottesdienstlichen Feier wie üblicherweise ist nicht möglich. Essen und Trinken, Toben und Spielen mit Körperkontakt sind in vielen Kindergottesdiensten wichtige Elemente und entfallen nun. Das Einhalten der Regeln beansprucht möglicherweise so viel Aufmerksamkeit und Energie, dass die geistliche und gemeinschaftliche Dimension des Feierns in den Hintergrund gedrängt werden könnte.

Wir empfehlen daher nach wie vor in unklaren Situationen und Übergangszeiten …

  • die vielen digitalen Gottesdienstangebote für Kinder und ihre Eltern publik zu machen (vgl. www.ekkw.de/kigo; www.kirchemitkindern-digital.de);
  • Materialien für Familienfeiern zu Hause zu nutzen (vgl. www.ekkw.de/kigo; www.kirche-mit-kindern.de; http://www.gottesdienstinstitut.org/Hinweise-und-Anregungen-zum-kirchlichen-Leben-in-Zeiten-der-Corona-Pandemie.htm.);
  • gottesdienstliche Angebote im Freien zu gestalten (zum Ausflug mit der Familie zu GoDi-Orten im Freien einladen an einem See, auf einer Wiese im Wald oder Godis auf dem Weg mit vorher gestalteten Stationen; vgl. https://www.afgshop.de/kirche-unterwegs.html.);
  • zu kürzeren Andachts- oder Familiengottesdienstformaten in der Kirche oder im Gemeindehaus einzuladen (im Familienverbund fällt es leichter, sich an die Hygiene- und Abstandsregeln zu halten);
  • im Kirchenraum der offenen Kirche spirituelle Elemente für Kinder und ihre Familien oder einzelne KiTa-Gruppen zu gestalten (Stationen vorbereiten: Kerzen anzünden; Steine ablegen; Bilder des Dankes oder der Bitte und Klage malen und vor dem Kreuz ablegen bzw. diese aufschreiben und ablegen; biblische Geschichte mit Bildern oder Erzähl-Figuren und Text zum Vorlesen gestalten…)
  • mit KiGo-Mitarbeiter*innen, Kindern, Eltern, Erzieher*innen das Gespräch suchen und gemeinsam überlegen, wie derzeit Gottesdienste so gefeiert werden können, dass Kinder und Familien sie als ermutigend und stärkend erleben.

Online-Sommertour des Lajufo

Premiere: Die „Online-Sommertour des Lajufo“ startet!

„90-Minunten-Online-Besuche“ in 14 Kirchenkreisen zum Kennenlernen, Begegnen, Austauschen über ehrenamtliches Engagement, Beteiligung, Mitgestaltung und mehr…

Dass Kontakt, Kennenlernen, Austausch und noch mehr auch online spannend, anregend und gewinnbringend sein können, haben wir in den letzten Monaten in unterschiedlichster Weise ausprobiert und erlebt.

Das Landesjugendforum nutzt diese Erfahrungen und Möglichkeiten für etwas Neues – ein kleines Experiment – schon ab nächster Woche: 90-Minunten-Online-Besuche in den Kirchenkreisen.

Die Einladungen sind an die Hauptamtlichen, die die Beauftragung für Partizipation haben, gegangen.

Mehr zum Landesjugendforum:

https://www.facebook.com/lajufo

https://www.instagram.com/lajufo_ekkw/