FAQ: Abweichende Hygienekonzepte – wer entscheidet?

Manchmal kommt es zu der Situation, dass das Hygienekonzept der Ev. Jugend, die eine Veranstaltung (z.B. Kinderferienspiele) durchführt abweicht von dem Hygienekonzept der Gemeinde, in deren Gemeindehaus die Veranstaltung stattfinden soll. In dieser Situation stellt sich dann die Frage, welches Hygienekonzept gelten soll.

Antwort: Beides ist möglich und sollte an Hand der jeweiligen Veranstaltung abgewogen werden. Grundsätzlich gilt in rechtlicher Hinsicht aber: Der Eigentümer (die Kirchengemeinde) entscheidet, unter welchen Bedingungen er das Gemeindehaus zur Verfügung stellt. Wenn das eigene Hygienekonzept die Bedingung ist, dann gilt das. Es kann aber gute Gründe dafür geben, eine Veranstaltung der Ev. Jugend unter deren Hygienekonzept zuzulassen. Zum einen trägt die Ev. Jugend als Veranstalterin die Verantwortung für die Veranstaltung, nicht der Eigentümer als Überlassender. Weiterhin kann es gute Gründe dafür geben, zu bestimmten Veranstaltungen bestimmte, ggf. abweichende Konzepte zu verwenden. Für den Bereich der Kinder- und Jugendarbeit gibt es dafür Empfehlungen. Wenn das Konzept denen folgt, spricht nichts dagegen die Veranstaltung unter dem Hygienekonzept der Ev. Jugend zuzulassen. Letztlich sollte hier eine Einheitlichkeit bei Veranstaltungen der Kinder- und Jugendarbeit im Kirchenkreis gewährleistet sein, so dass der Wunsch nachvollziehbar ist, soweit nicht räumliche Aspekte dagegen sprechen. Wir empfehlen daher abweichende Regelungen in einem Gespräch zu klären. Eine Entscheidung des Kirchenvorstandes sollte auch eine übergeordnete Verantwortung für die Arbeit im Kirchenkreis berücksichtigen.