Informationen des HJR

Schutz und Hilfeangebote für junge Menschen

Die Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf Kinder und Jugendliche, deren Lebensraum derzeit auf das häusliche Umfeld beschränkt ist, wirken sich besonders für diejenigen jungen Menschen aus, die zu Hause von Gewalt betroffen sind.

Auf www.kindergesundheit-info.de sind Unterstützungsmöglichkeiten und geplante Maßnahmen für den Schutz von Kindern vor häuslicher Gewalt aufgeführt. Oftmals ist auch in örtlichen Fachberatungsstellen trotz der eingeschränkten Möglichkeiten eine telefonische oder digitale Beratung möglich.

Bei Verdachtsfällen im Bereich sexueller Missbrauch können bundesweite Adressen am Hilfetelefon Sexueller Missbrauch (kostenfrei und anonym) unter 0800 22 55 530 erfragt werden und sind auf dem www.hilfeportal-missbrauch.de zu finden.

Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs weist in der aktuellen Situation auf die Online-Beratung für Jugendliche www.nina-info.de/save-me-online hin. Für queere Jugendliche, die Diskriminierung im häuslichen Umfeld erfahren hat die Landesfachstelle Hessen „queere Jugendarbeit“ eine Übersicht über digitale queere Beratungs- und Freizeitangebote in Hessen erstellt. Mehr dazu auf www.queere-jugendarbeit.de.

Umgang mit bereits befürworteten Freistellungen nach §42ff. HKJGB

Beim Ausfall von Maßnahmen, für die bereits eine Befürwortung zur Freistellung nach §42ff. HKJGB beantragt wurde bzw. die Befürwortung bereits ausgestellt wurde, gilt folgendes:

Eine Stornierung der Befürwortung von Freistellungen beim Hessischen Jugendring ist nicht notwendig.

Allerdings sollte die ehrenamtliche Person, für die eine Freistellung beantragt wurde, möglichst frühzeitig durch den Träger über den Ausfall von Maßnahmen informiert werden. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass der Arbeitgeber über den Wegfall der Maßnahme und somit der Freistellung durch den Arbeitnehmer informiert werden muss.

Auch beim Ausfall einer Maßnahmen gilt das Nachteilsverbot nach §45 HGJGB. Hieraus geht hervor, dass den ehrenamtlich Engagierten durch die Freistellung und somit auch durch die Rücknahme der Freistellung kein Nachteil entstehen darf.

DBJR-Position „Jugendpolitik im Ausnahmezustand“

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen junge Menschen besonders hart. Die aktuellen Herausforderungen betreffen Freiräume, besondere Schutzbedarfe und internationale Solidarität. Der DBJR-Vorstand hat dazu die Position „Jugendpolitik im Ausnahmezustand“ beschlossen. Mehr Infos zu aktuellen Themen der Jugendverbandsarbeit auf Bundesebene auf www.dbjr.de.